Archiv für Oktober 2016

Alternative Semesterstartparty an der RUB

Am 27.10. findet eine alternative Semesterstartparty an der Ruhr Uni Bochum statt, bei der auch wir uns mit einem Kuchenstand beteiligen, an dem wir Geld für unsere Vortragsreihe Herrschaftskritischer Kaffeeklatsch sammeln werden.
Hier der Ankündigungstext:

Wie jedes Semester veranstaltet die schwarze Ruhr-Uni, diesmal zusammen mit der Gruppe Glitzer&Krawall, dem anarchistischen Buch- und Kulturzentrum Black Pigeon und der FAU-Ruhr-Ost, am Donnerstag den 27.10. einen Ersti-Rundgang und eine Semesterstartparty.

Alternativer Ersti-Rundgang

Wir zeigen euch spannende Ecken des Campus – Orte wie das politische Archive, den Frauen*raum
Dazu gibt es Anekdoten aus den Bildungsprotesten und zum rebellischen Leben und Lernen an der RUB. Außerdem wird die Frage beantwortet: Kommt mensch nach 21 Uhr eigentlich irgendwie in die Unigebäude rein? Los geht’s um 18 Uhr an der Uni-Verwaltung. Eine Rundgang nicht nur für Menschen im ersten Semester.

Alternative Semesterstart-Party
Ab 20 Uhr wird vorm oder im Gebäude HGB gefeiert – ungenehmigt und unkommerziell. Es gibt Bier für 1 Euro und auch günstige nicht-alkoholische Getränke sowie veganes Essen gegen Spende. Dazu Trash und Elektro. An Infoständen könnt ihr auch verschiedene linke und anarchistische Gruppen an der Uni und in Bochum kennenlernen. Da die Polizei dieses Jahr v.a. bei Anti-Nazi-Protesten in Bochum mal wieder ihre Aufgabe sachgemäß und vernünftig erfüllt hat – nämlich das staatliche Gewaltmonopol zu schützen und daher vielen Antifaschist*innen ein Verfahren droht, steht die diesjährige Party unter dem Motto „Feiern gegen Repression“ und die Einnahmen aus dem Getränkeverkauf fließen größtenteils in Antirepressionskasssen. Grund für das Motto ist auch die Räumung der letzten Party. Für diese hat die Uni sich inzwischen entschuldigt und wir hoffen dieses Jahr bleibt alles entspannt.

Herrschaftskritischer Kaffeeklatsch: Was ist eigentlich Kapitalismus?

Am kommenden Donnerstag, den 20. Oktober, findet um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer die erste Veranstaltung im Rahmen unserer Reihe „Herrschaftskritischer Kaffeeklatsch“ statt. Es gibt Muffins gegen Spende und einen einführenden Vortrag zur Kapitalismuskritik von einem Referenten des Antifa AK Cologne. Weitere Infos zur Reihe hier.
Hier der Ankündigungstext:

Was ist eigentlich Kapitalismus? Eine Einführung in die kategoriale Kapitalismuskritik.

Im Zuge der Krise werden wieder vermehrt kritische Stimmen gegenüber dem herrschenden Wirtschaftsmodell laut. Doch die Gegenvorschläge reichen nur von einer Brutalisierung des Neoliberalismus mit sozialen Kahlschlägen, wie sie Griechenland von der Troika aufgezwungen wird, bis zum erneuten keynesianischen Versuch mit staatlich befeuerten Konsum ala Abwrackprämie den Wirtschaftsstandort wieder fit zu machen. Grundlegende Fragen, wie die Form des Wirtschaftens, und damit die Gesellschaft, in der wir leben, gestaltet werden könnte, werden jedoch üblicherweise nicht geklärt. Mit dem Verweis auf das Scheitern realsozialistischer Versuche, den Kapitalismus zu überwinden, scheinen sie oft erledigt.

Das dies eine Lehrstelle ist, zeigen die zahlreichen systemimmanenten Probleme des Kapitalismus: Wenn nur zahlungskräftige Bedürfnisse befriedigt werden und die Menschen, um das wenige, was da ist, konkurrieren müssen, sind Verdrängungsmentalität und Hass vorprogrammiert. Um die Gesellschaft anders einrichten zu können, um die Genese der vielen Ausschließungsmechanismen zu verstehen, muss jedoch zunächst die ganz grundlegende Einrichtung des kapitalistischen Wirtschaftssystems verstanden werden.

Um dies zu tun, möchte der Vortrag grundlegende Begriffe der kategorialen Kapitalismuskritik erläutern. Dies bedeutet, das Kapitalismus nicht etwa als eine Naturgegebenheit, die lediglich verändert und verbessert werden kann, begriffen wird, sondern als etwas von Menschen eingerichtetes, das verändert werden kann.

Glitzer-Abend am 14.10.

Am Freitag, 14.10., veranstalten wir einen Glitzer-Abend im Black Pigeon in Dortmund.
Die Liedermacherin Luk wird ein Konzert spielen (mit Akkordeon und Loop Station), außerdem gibt es ein leckeres veganes Buffet (gegen Spende), alkoholfreie Cocktails und eine Tombola mit tollen Preisen. Die Einnahmen fließen in die Finanzierung unserer Vortragsreihe „Herrschaftskritischer Kaffeeklatsch“ (mit einführenden Vorträgen zu Kapitalismuskritik, Ökologie, Feminismus, Rassismus und Antisemitismus).
Also kommt zahlreich, schlemmt ordentlich und lasst Geld da (wenn ihr genug habt)!
Los geht’s um 19 Uhr. Aufgrund von Lärmschutzgedöns wird das Konzert allerspätestens um 22 Uhr vorbei sein, also kommt am besten pünktlich.

Hier könnte… eine Stadt für alle sein

Am 8.10. rufen wir gemeinsam mit anderen Gruppen, u.a. der Emanzipatorischen Linken Bochum, dem Refugee Strike und dem Treffpunkt Asyl, zu einer „Stadt für Alle“-Demo in Bochum auf.
Unten folgt der Aufruf. Die lieben Leute von der Schwarzen Ruhr-Uni haben auch noch einen anarchistischen Aufruf geschrieben, den wir recht dufte finden und hier verlinken möchten.


Hier könnte…
eine Stadt für alle sein!

Ein Rundgang zum Thema Wohnen, Leerstand und solidarische Stadt am 08.10.2016 in Bochum.

Die Stadt Bochum wächst ebenso wie die ökonomische Ungleichverteilung und damit die Herausforderung an die Stadtgesellschaft den Zugang zu städtischem Raum für alle zu gewährleisten. Besonders dramatisch zeigt sich die Entwicklung am Wohnungsmarkt. Die Nachfrage nach Wohnraum stellt die Qualität des Lebens in der Stadt auf dem Prüfstand – und das nicht erst seit die aktuellen Fluchtbewegungen den akuten Mangel an bezahlbarem Wohnraum ins Licht gerückt haben. Die Versorgung mit Wohnraum für alle ist zu einer zentralen Frage der Stadtentwicklung geworden.

Doch die Herausforderungen gehen weit über das Schaffen von Wohnraum für alte und neue Bewohnende hinaus: Fehlende Möglichkeiten der Begegnung und der Entfaltung eines kreativen Lebens, jenseits seiner ökonomischen Verwertbarkeit, blockieren die Stadt als positiven Ort der verdichteten Vielfalt.

Eine Stadt, die Geflüchtete in Lager abtrennt und sie damit als Außenstehende markiert, während zugleich Wohn- und andere Möglichkeitsräume leer stehen, ist eine Stadt, die vor diesen Herausforderungen kapituliert hat. Diese Situation finden wir aktuell in Bochum vor. Wir nehmen sie nicht unwidersprochen hin. Wir mischen uns ein.

Wir haben uns auf die Suche begeben und eine Reihe von leerstehenden Gebäuden gefunden, die wir als positive Möglichkeitsräume besuchen und kennzeichnen wollen. Wir wollen nicht nur den Scheinwerfer auf diese verlassenen Orte richten, sondern auch jeweils konkrete Visionen für ihre neue Nutzung vorstellen und den Umgang der Stadt Bochum mit Leerständen kritisch kommentieren.

Los geht es am Samstag, den 08. Oktober, um 12 Uhr Uhr am Startpunkt Jahrhunderthaus, Alleestraße 80. Wir wollen in Form einer Demonstration vier Gebäude in der Bochumer Innenstadt besuchen und dort jeweils einen kreativen Zwischenstopp durchführen. Unser Rundgang wird ca. zwei Stunden dauern. Wir laden herzlich zur aktiven Teilnahme ein.

Die Möglichkeitsräume sind da – sie müssen nur geöffnet werden!

Aufrufende (in alphabetischer Reihenfolge):
Attac Bochum
Die Linke Bochum
Emanzipatorische Linke Bochum
Friedensplenum Bochum
Glitzer&Krawall – herrschaftskritische Bande [Ruhrgebiet]
Mieterverein Bochum
Occupy Bochum
Refugee Strike Bochum
Soziales Zentrum Bochum
SDAJ Bochum
Treffpunkt Asyl