Antisemitismus – Formen des Judenhasses von Antike bis Gegenwart

Am 11.1. (diesmal also ein Mittwoch!) findet um 19 Uhr der letzte Vortrag unserer Reihe Herrschaftskritischer Kaffeeklatsch im Bahnhof Langendreer statt. Diesmal wird Ingo Elbe zum Thema Antisemitismus referieren:

Der Hass auf die Juden_Jüdinnen hat eine lange Tradition und ist auch im 21. Jahrhundert weltweit verbreitet. Nicht immer nimmt er solch offene Formen an, wie in den Mordaktionen der Hamas in Israel oder jüngst auch wieder dem Terror gegen Juden_Jüdinnen mitten in Europa. Spätestens nach Auschwitz und nach der Gründung des Staates Israel artikuliert sich der Hass auf die Juden_Jüdinnen oft in indirekteren Formen. Auf den öffentlichen Diskurs der westlichen Demokratien trifft zu, was Max Horkheimer und Theodor W. Adorno bereits 1947 (leider bestenfalls halb ironisch) konstatierten: „Aber es gibt keine Antisemiten mehr“ – also kaum jemanden, der sich offen dazu bekennt, etwas gegen Juden_Jüdinnen zu haben. Judenhass nimmt nun meist die Form des Zu-verstehen-Gebens, der Andeutung und vor allem der vermeintlich um den Weltfrieden besorgten „ehrbaren Israelkritik“ an. Der Vortrag behandelt mit dem christlichen Antijudaismus, dem modernen Antisemitismus und dem Antizionismus verschiedene Formen des Judenhasses und fragt danach, wie man die Kritik an der Politik einer israelischen Regierung von Antisemitismus unterscheiden kann.

Ingo Elbe ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Privatdozent am Institut für Philosophie der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und Autor von u.a. „Marx im Westen“.


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