Archiv der Kategorie 'Dortmund'

500 bei Newroz-Demo für Afrin in Dortmund

Am 21.3. nahmen circa 500 Menschen an einer Bündnis-Demonstration der Initiative “Solidarität mit Afrin Dortmund” teil.
Kurze Berichte dazu gibt es sowohl bei der Anarchistischen Gruppe Dortmund (AGDo) als auch bei der Autonomen Antifa 170. Das Bündnis wird weiter arbeiten und weitere Aktionen planen, wenn ihr mitmachen wollt, kontaktiert uns, die AGDo oder die Antifa 170.

Die Anarchistische Gruppe Dortmund hat zudem auch ein kleines Video von der Demo produziert:

Video: 500 Menschen demonstrieren am Newroz durch Dortmund from AFRR on Vimeo.

Initiative für Solidarität mit Afrin – Mittwoch Demo in Dortmund!

In Dortmund hat sich ein Bündnis für Solidarität mit Afrin gegründet – als erste Aktion gibt es am Mittwoch, den 21. März, eine Demo. Auftakt ist um 18 Uhr an den Katharinentreppen (vor dem Hauptbahnhof). Die Demo endet am kurdischen Zentrum, dort werden wir dann gemeinsam das Newroz-Fest feiern.

Hier der Aufruf des Bündnisses:

Am 20. Januar ist das türkische Militär völkerrechtswidrig in die Provinz Afrin, Nordsyrien einmarschiert. Am 18. März meldete das türkische Militär die Einnahme des Stadtzentrums von Afrin. Bis weit über 100 000 Menschen sind seitdem auf der Flucht. Das türkische Militär setzt Elitetruppen ein, die für ihr brutales Vorgehen gegen die eigene Bevölkerung berüchtigt sind. Sie arbeiten mit verschiedenen faschistischen Organisationen wie Al Nusra, El Kaida und IS zusammen. Sie haben bisher in den eroberten Gebieten Frauen vergewaltigt, Zivilist*innen ermordet, Kinder getötet, Häuser geplündert, Krankenhäuser zerstört – auch mit Waffen aus Deutschland. Das Leben der Menschen in Afrin ist bedroht. Das Blut der Toten klebt auch an den Händen der deutschen Regierung und deutscher Rüstungskonzerne.

Afrin ist eine Region in Syrien, die bislang weitgehend vom Krieg verschont war, wo Menschen unterschiedlicher Ethnien demokratisch und friedlich zusammenlebten und Hunderttausende syrische Flüchtlinge Schutz gefunden haben. Präsident Erdogan begründet seinen Krieg mit dem angeblichen Kampf gegen „Terroristen“. Dabei arbeitet er bei seinem Überfall auf Afrin mit faschistischen Terrorgruppen zusammen, bekämpft die Kräfte wie PYD, YPG, YPJ und die demokratischen Kräfte Syriens, die die Hauptkräfte im Kampf gegen den IS in Syrien sind und Hunderttausende Jesid*innen vor der Ermordung durch den IS gerettet haben.

Wo bleibt die Verurteilung des völkerrechtswidrigen Überfalls durch die internationale Staatengemeinschaft? Ihr Schweigen lässt nur einen Schluss zu: Der Überfall wird von den Regierungen der USA, Russlands, der EU und damit auch Deutschlands und regionalen Mächten gedeckt. Sie machen sich dadurch zu Kumpan*innen des faschistischen Terrorregimes in der Türkei!

In den letzten Wochen wird bundesweit die Solidarität mit Afrin und dem Kampf um Demokratie und Freiheit in Syrien von Polizei und Justiz unterdrückt und kriminalisiert, auch in Dortmund. Offensichtlich handelt es sich dabei um Absprachen zwischen der Bundesregierung und der türkischen Regierung! Dies ist ein Angriff auf die demokratischen Rechte und Freiheiten und richtet sich deshalb auch gegen alle demokratischen, fortschrittlichen Kräfte in Deutschland!

Die Menschen in Afrin brauchen jetzt die Solidarität und Unterstützung der Völker der Welt!

Es ist offensichtlich, dass auch die deutsche Regierung kein Interesse an einer Deeskalation hat, zumal gerade rüstungspolitische Absprachen zwischen Berlin und Ankara laufen und die Bundesregierung den Einmarsch in Afrin aktiv fördert.

Jede und Jeder sind aufgefordert, ihre und seine Stimme zu erheben! Das Töten Unschuldiger in Afrin muss sofort beendet werden!

Wir wollen in Dortmund eine breite, überparteiliche Initiative zur Solidarität mit Afrin aufbauen. Wir rufen alle demokratischen, fortschrittlichen und antifaschistischen Kräfte auf, egal ob aus Deutschland, der Türkei, Syrien, Afghanistan, Iran oder anderen Ländern, diese Initiative zu unterstützen!

Stoppt den völkerrechtswidrigen Überfall des türkischen Militärs auf Afrin!

Sofortiger Stopp aller Waffenlieferungen der Bundesregierung an die Türkei und der militärischen Zusammenarbeit!

Sofortiger Abzug aller ausländischen Truppen aus Syrien!

Schluss mit der Unterdrückung der Solidarität mit Afrin und dem Kampf um Demokratie und Freiheit!

Hoch die internationale Solidarität!

Politischer Lyrik-Abend

Die Bande lädt zum dichterischen Stelldichein.

Der Plan sieht wie folgt aus: Wir treffen uns am Donnerstag, den 22.2., um 19 Uhr im Black Pigeon in Dortmund und lesen uns gegenseitig unsere liebsten politischen Gedichte vor.
Vielleicht erzählen wir noch, warum wir welchen Text mögen und wie er uns in diesem Damals mal begegnet ist. Vielleicht mag auch wer an was Selbstgeschriebenem teilhaben lassen oder interpretiert das mit dem Gedicht so frei, dass möglicherweise ein Songtext vorgetragen wird. Da sind wir mal ausnahmsweise ganz undogmatisch.
Kuchen wird nicht fehlen und mit etwas Glück kann das vielleicht sogar ganz kurz ein bisschen schön werden. Wir freuen uns auf euch.
(Adrette Abendgarderobe optional)

Lange Theorie-Nacht 2.0

Am 9.12. (ab 20 Uhr) veranstalten wir bereits zum zweiten Mal eine lange Theorie-Nacht im Black Pigeon.

Die Idee dahinter ist schnell erklärt: Leute bringen interessante Texte zu verschiedensten Themen mit. Aus der so entstehenden Auswahl kann sich dann nach Lust und Laune etwas ausgesucht werden und dann wird vor sich hingelesen. Ab und an setzen wir uns dann bei Bedarf zusammen und diskutieren und erzählen, was wir da so Spannendes in uns aufgesogen haben. Dazu gibt es Snacks und koffeinhaltige Getränke.

Falls ihr jetzt schon Lektürevorschläge für den Abend habt, schickt uns gerne eine Mail an glitzerundkrawall[ät]riseup.net.
Ansonsten fühlt euch frei, am Abend spontan etwas mitzubringen oder wenn euch nichts einfällt einfach zu gucken, was vor Ort ist.

Wir freuen uns auf einen gemütlichen und schönen Abend!

Der technologische Angriff und Arbeitskämpfe im digitalen Kapitalismus

Ein Mobi-Vortrag zur Aktionswoche Make Amazon Pay mit der Gruppe Capulcu


Dienstag, 14.11., 19 Uhr im Black Pigeon (Scharnhorststr. 50, Dortmund)

Wir sind Maschinen, wir sind Roboter. Es ist, als würde man sich selbst an einen Scanner anschließen. Wir denken nicht selber. Vielleicht trauen sie uns es nicht zu, dass wir als menschliche Wesen denken können.
(Amazon-Mitarbeiter, Wales)

Seit fast vier Jahren kämpfen Beschäftige bei Amazon für die Anerkennung ihrer Forderungen gegenüber der Unternehmensleitung. Längst geht es dabei nicht mehr nur um wenige Euro mehr Lohn, die ein Tarifvertrag
absichern würde, sondern um krankmachende Arbeitsbedingungen und entwürdigende Kontrolle: Amazons lernende Lagersoftware gibt Tempo und Ablauf aller Arbeitsschritte vor und übernimmt damit die „Steuerung“ der
Beschäftigten, die zu Werkzeugen reduziert werden: Sie erkennen Signale, scannen Waren, greifen, heben, schieben, laufen – 20 km pro Tag, 200 Päckchen jede Stunde. Algorithmen (Computerprogramme) erfassen zugleich
alle Bewegungen, erstellen individuelle Leistungsprofile und errechnen Durchschnittsproduktivitäten – eine total-überwachende (panoptische) Fabrik, in der die permanente Erfassung und Bewertung zu psychischem
Druck und Stress führt. Die Kontrolle macht nicht vor dem Werktor halt: Auch Kund*innen sind von Datensammelwut, Bemessung und Bewertung betroffen.

Im Vortrag wird die Gruppe Capulcu, Teil des „Make Amazon Pay“-Bündnisses, ihr Buch „Disrupt“ vorstellen, in dem sie den Anpassungsdruck des Menschen an die Maschine analysiert und Gegenstrategien entwickelt, und anschließend über die anstehende Aktionswoche rund um den Black Friday am 24.11.17 (Amazons
internationalem Schnäppchen-Tag) zur Unterstüzung der kämpfenden Belegschaften informieren. Am Black Friday wollen wir die Wirkung vorweihnachtlicher Streiks durch die Blockade eines Amazon-Standorts in
Berlin verstärken.