Archiv der Kategorie 'Lesekreis'

Theorienacht im Black Pigeon



Freitag, 4.8., ab 20 Uhr

Wolltet ihr schon immer mal so was wie ne LAN-Party machen, nur eben für Theorie-Nerds? Eine Nacht mit koffeinhaltigen Gestränken, Knabberkram und allerlei interessanten Texten in netter Runde verbringen? Falls das ansprechend klingt, haben wir am 4.8. im Black Pigeon _die_ Gelegenheit für euch.

Die Idee dahinter ist schnell erklärt: Leute bringen interessante Texte zu verschiedensten Themen mit. Aus der so entstehenden Auswahl kann sich dann nach Lust und Laune etwas ausgesucht werden und dann wird vor sich hingelesen. Ab und an setzen wir uns dann bei Bedarf zusammen und diskutieren und erzählen, was wir da so Spannendes in uns aufgesogen haben.

Falls ihr jetzt schon Lektürevorschläge für den Abend habt, schickt uns gerne eine Mail an glitzerundkrawall[ät]riseup.net.
Ansonsten fühlt euch frei, am Abend spontan etwas mitzubringen oder wenn euch nichts einfällt einfach zu gucken, was vor Ort ist.

Wir freuen uns auf einen gemütlichen und schönen Abend!

Neuer Lesekreis: “Gestern Morgen“ von Bini Adamczak

Wir wollen gemeinsam das Buch „Gestern Morgen – Über die Einsamkeit kommunistischer Gespenster und die Rekonstruktion der Zukunft“ von Bini Adamczak lesen und diskutieren. Das erste Treffen des Lesekreises ist am 10. April, um 19 Uhr im Sozialen Zentrum Bochum. Ab dann jeden 2. und 4. Montag im Monat.

„Die Re-Konstruktion eines kommunistischen Begehrens führt in die Geschichte des Kommunismus und bürstet diese gegen den Strich: von 1939 bis 1917.
Vom Hitler-Stalin Pakt bis zur Oktoberrevolution kreisen die Überlegungen Adamczaks um die Figuren von Partei und Klasse von Verrat und Versprechen, um sie in ihrer Logik, aber vor allem als Erfahrungen zu rekonstruieren. Die Autorin sucht das Trümmerfeld der Geschichte nach den revolutionären Wünschen ab, die darunter begraben liegen. Aber es gibt keinen unbeschadeten Zugriff auf die vergessenen Träume. Der Weg zu den vergangenen Hoffnungen führt über deren Enttäuschung, über das doppelte Scheitern der russischen Revolution, das unbewältigt immer noch anhält. Die bergende Arbeit an der Geschichte ist somit eine Arbeit der Trauer, eine Trauerarbeit, die das Buch einfordert und zugleich performativ vollzieht. Es birgt eine vergangene Zukunft, die Gegenwart hätte sein können und Zukunft sein kann: „gestern morgen“.“

100 Jahre nach der Russischen Revolution wollen wir uns mit Bini Adamczak (laut Selbstbezeichnung ein unstetes Bündnis zänkischer Gespenster wie dekonstruktivistische Feminismen und orthodoxe Wertkritik) auf Spurensuche begeben um herauszufinden was damals schief ging und wie ein kommunistisches Begehren heute wieder ermöglicht werden könnte.
Dabei erhoffen wir uns nicht nur erhellende Momente und Grübelanregungen, sondern auch ein wenig Lesegenuss, denn Bini Adamczak ist nicht nur eine verdammt schlaue Füchsin, sondern auch eine wunderbare Erzählerin.

Wenn ihr mitlesen und diskutieren wollt, kommt vorbei!
Zum ersten Termin müsst ihr noch nichts gelesen haben und das Buch noch nicht einmal dabei haben. Wir freuen uns auf euch!

2. Termin des Poststrukturalismus-Lesekreis

Unser Lesekreis zu „Tier-Werden, Schwarz-Werden, Frau-Werden – eine Einführung in die politische Philosophie des Poststrukturalismus“ von Gabriel Kuhn geht weiter!
Wir treffen uns am kommenden Montag, den 26.9., wieder um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer. Wir sind wohl wieder in Raum 6, dazu müsst ihr beim Endstation.Kino reingehen.

Letztes Mal haben wir gemeinsam die Einleitung gelesen, nun wollen wir uns über das Kapitel „Denkformen“ bis einschließlich „II.2.4 Das autonome Subjekt“ austauschen. Es ist hilfreich, wenn ihr bis dahin gelesen habt.
Wir freuen uns auf euch!

Lesekreis „Tier-Werden, Schwarz-Werden, Frau-Werden – eine Einführung in die politische Philosophie des Poststrukturalismus“ von Gabriel Kuhn

Wir wollen gemeinsam das Buch „Tier-Werden, Schwarz-Werden, Frau-Werden – eine Einführung in die politische Philosophie des Poststrukturalismus“ von Gabriel Kuhn lesen und diskutieren. Wenn ihr Lust habt, am Lesekreis teilzunehmen: Unser erstes Treffen ist am Montag, den 12.9., um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer.

„Diese Lektüre richtet sich in politischer Absicht vor allem an Aktivist/innen und Wissenschaftler/innen in linken und linksradikalen Zusammenhängen. Es sieht sich als Handbuch, das Hilfestellung leisten will zum Verständnis poststrukturalistischer Theorienbildung und ihrer revolutionären Potentiale, sowie zur Entfaltung eigener revolutionärer Theorie und Praxis.

Das Buch ist wesentlich darum bemüht, das oft als schwer zugänglich beschriebene poststrukturalistische Theoriengebäude zugänglicher zu machen, ohne es dabei zu trivialisieren. Einer spezifischeren Auseinandersetzung mit den explizit politischen Dimensionen poststrukturalistischen Denkens ist eine Auseinandersetzung mit seinen allgemeineren theoretischen Grundlagen vorangestellt. Die Einführung eignet sich so für alle, die an poststrukturalistischer Theorie Interesse pflegen und nach einer Einstiegshilfe in poststrukturalistische Theorienbildung suchen.“

Begriffe wie Lesart, Dekonstruktion oder diskursiv erzeugt schweben nur allzu oft im politischen Raum und werden dabei kaum erläutert. Es scheint vielmehr ein inflationärer Gebrauch poststrukturalistischer Phrasen stattzufinden, ohne dass eins sich so richtig damit beschäftigt zu haben scheint.
Vertreter*Innen des Poststrukutalismus, als sozial- und geisteswissenschaftliche Strömung, haben diese Begriffe für sich nutzbar gemacht und in ihr Theoriegebilde eingebaut.
Wir möchten in unserem Lesekreis der Theoriefindung ein wenig auf den Grund gehen, uns über unsere Lesart austauschen und vielleicht entdecken wir dabei auch, dass Sprache ja wirklich manchmal sowas wie Realität schafft.